Chronik

Der Ursprung des Orchesters liegt im Jahre 1977, als Dieter Lesmeister eine Gruppe von 4 bis 5 jungen Akkordeonspielerinnen und Akkordeonspielern um sich scharte, die rasch zu einem einheitlichen Klangkörper zusammenwuchs. Noch im gleichen Jahr wurde das Orchester Mitglied im Deutschen Harmonika Verband (DHV), 1980 ein eingetragener Verein.
Schon nach kurzer Probezeit erlangte das Orchester beim Wertungsspiel 1981 des DHV-Landesverbandes NRW in Iserlohn in der Kategorie Jugend A Vor- und Hauptstufe mit "Time for School" die Wertung "sehr gut".

Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war das Konzert zum zehnjährigen Bestehen im Jahr 1987.

Seit Mitte 1991 liegt die erste Kassette "Musik mit Herz und Schwung", ein Konzertmitschnitt, vor.

Im Jahre 1991 waren wir Ausrichter des sogenannten "Grenzlandtreffens" und durften 12 teilnehmende Orchester begrüßen. Bei diesen Gemeinschaftskonzerten der Akkordeon-Orchester des Grenzlandes Aachen waren wir außerdem 1985, 1986, 1989, 1990, 1992, 1995 und 1996 vertreten.

Am 28.12.1991 verstarb Dieter Lesmeister nach langer und schwerer Krankheit.

Zu Beginn des neuen Jahres übernahm Franz Merken die musikalische Leitung des Orchesters. Ein erster Höhepunkt war das Frühjahrskonzert "Kontraste '93" im "the space" des Ludwig-Forum für Internationale Kunst. Die Schwerpunkte der musikalischen Arbeit in den Jahren 1993 und 1994 lagen zum einen in der Aufführung sakraler Werke in verschiedenen Kirchen des Kreises Aachen - mit einem abschließenden Konzert im Hohen Dom zu Aachen am 13. Juli 1994 - und zum anderen in der Aufführung zeitgenössischer Originalliteratur für Akkordeon. Ende 1994 und im Jahr 1995 fanden drei Auftritte unter dem Motto "Europäische Konzerte" statt. Das Einhören in die traditionellen und modernen Melodien unserer Nachbarn war uns bei diesen Aufführungen ein besonderes Anliegen.

Regelmäßig konnten wir seit Gründung des Orchesters auf den Bezirkstreffen des DHV Mittelrhein musikalische Erfolge verzeichnen:

Jahr Autragungsort Wettbewerbsstück Kategorie Prädikat
1982 Heinsberg l'Arlésienne Oberstufe ausgezeichnet
1984 Monheim Finlandia Oberstufe sehr gut
1986 Wiehl Sinfonietta concertante Kunststufe ausgezeichnet
1988 Leverkusen Scherzino Kunststufe ausgezeichnet
1990 Stolberg Irische Suite Kunststufe ausgezeichnet
1992 Herchen La Marioneta Oberstufe ausgezeichnet
2006 Köln Chaconne Höchststufe sehr gut
2009 Bielefeld Romanze Oberstufe hervorragend (1. Preis)

Hierbei ist das 5. DHV-Landestreffen in Köln-Hürth am 15. Mai 1994 hervorzuheben: mit der "Münchener Rhapsodie" von Rudolf Würthner, einem Werk der Höchststufe, erhielten wir das Prädikat "sehr gut". Neben unserer fröhlichen Frühjahrsvarieté haben wir 1996 beim Bezirkstreffen Niederrhein mit den "5 Skizzen für Akkordeonorchester" in der Höchststufe mit dem Prädikat "sehr gut" abgeschnitten.
Auf unseren Konzerten versuchen wir immer wieder gegen die Vorurteile "Schifferklavier", "Hand-Örgli" oder "Quetschbüll" anzukämpfen und das Publikum an die konzertante Musikvielfalt, die das orchestrale Akkordeonspiel ausmacht, heranzuführen. Diese Konzerte, auch gemeinsam mit anderen Vereinen, werden durch zusätzliche Auftritte (Kirchenkonzerte, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Pfarrfeste, Kurkonzerte, Kritikspiele, Weihnachtsfeiern) ergänzt.

Neben der musikalischen Leistung ist die Gemeinschaft das Wichtigste. Ersteres wird Zuhause, im Unterricht und auf den Proben erworben. Dazu gehören die gemeinsamen Probenwochenenden vor Konzerten und Fortbildungsmaßnahmen des DHV. Auch das Gesellige kommt nicht zu kurz. Vielfältige Unternehmungen lockern das Vereinsleben auf: z. B. Wochenendfreizeiten, Wandertage, Grillfeste, Feten, Weihnachtsfeiern und Spielenachmittage. Kontakte zu anderen Vereinen der Region und weit darüber hinaus werden zudem auf Konzerten oder bei anderen Gelegenheiten gepflegt.

Seit dem 04. Juni 1997 ist das Orchester nun auch im Internet vertreten. Der Höhepunkt des Jahres 1997 war das große Festkonzert am 25. Oktober in der ausverkauften Aula Carolina in Aachen. Neben der Bürgermeisterin Frau M. Ortstein und dem Vertreter des DHV-Mittelrhein Herrn M. Sturm erinnerten die Vorsitzenden und die Witwe des Vereinsgründers kurz an den Gründer des Vereins und die Historie. Die Musik stand aber wie immer im Vordergrund. Nach einem erfolgreichen Frühjahrskonzert in Zusammenarbeit mit dem Meisterchor der Hilaria Eilendorf wird das Herbstkonzert dem Zusammenspiel von Solisten und Orchester (Akkordeon sowie Klavier) gewidmet sein. Zudem wird zum ersten Mal eine CD unseres Orchesters erhältlich sein (Konzertmitschnitt vom Frühjahr 1998 - allerdings "nur" Akkordeonmusik).

Mit dem noch einmal erfolgreich erarbeiteten Herbstkonzert und Ende des Jahres 1998 ist unser Dirigent Franz Merken aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen aus dem Verein ausgeschieden.

Der Höhepunkt des Jahres 1999 - das zweite Konzert des Orchesters im Hohen Dom zu Aachen - und andere Kirchenkonzerte wurden von seinem Nachfolger (und Sohn des Vereinsgründers) Volker Lesmeister mit Bravour einstudiert und dirigiert. Den Schwerpunkt des Repertoires setzte er auf Originalkompositionen und klassisch-unterhaltende Bearbeitungen.

2002 trat er von seinem Posten als musikalischer Leiter zurück und Carsten Peters löste ihn am Dirigentenpult ab, womit auch ein Stilwechsel der sogenannten Unterhaltungsmusik einherging. Hier finden nun hauptsächlich Bearbeitungen von Werken neueren Datums ihren Platz; nach wie vor ist aber auch die Originalliteratur ein fester Bestandteil unseres Konzertprogramms.

Neben der normalen Konzerttätigkeit nahm sich das Orchester dann im Jahre 2006 die Teilnahme am Landeswettbewerb NRW des Deutschen-Harmonika-Verbands vor. Dieser fand, organisiert vom Ersten Kölner Akkordeon-Orchester, in Köln statt und mit dem Werk "Chaconne" von Hans-Josef Wedig wurde in der Kategorie Höchststufe (Erwachsene) das Prädikat "sehr gut" erlangt.

2007 stand das 30jährige Jubiläum des Vereins an und es galt, dieses zu feiern. Als besonderen Anreiz für Publikum und Spieler wurde das Projektorchester Filmmusik gegründet, mit dem ein großes Konzert mit großer Besetzung gegeben werden sollte. Nur mit Wochenendproben einstudiert, stand am 25.11.2007 dieses Ereignis unter dem Titel "The Sound Of Hollywood" an. Im Ballsaal des "Alten Kurhauses" wurden Stücke von der Klassik bis zum Pop/Rock präsentiert. Nähere Informationen zu diesem Projekt finden sich hier. Nach diesem erfolgreichen Projekt tauschte Carsten Peters den Dirigentenstab gegen den Akkordeon-Bass ein, um sich auf sein Studium zu konzentrieren.

Seit 2008 dirigert Holger Klose, im Jahr zuvor noch Bass-Spieler, das Orchester. Durch seine Erfahrung als Ensembleleiter kamen, nach erfolgreicher Probenarbeit, Auftritte mit konzertanter Musik in Kirchen zustande. Am 17.05.2009 nahm das Orchester am Landestreffen Nordrhein-Westfalen des Deutschen Harmonika-Verbands teil. Vom Außenseiter zum Tabellenführer: Die Harmonika-Harmonie sicherte sich den 1. Platz in der Oberstufe (Erwachsene) vor den favorisierten Orchestern. Mit 47 von 50 Punkten bekam der Vortrag der "Romanze" von Fritz Dobler das Prädikat "hervorragend" und stellte weiterhin die zweithöchste Tageswertung dar. Zwar hatte das Orchester ein gutes Gefühl, als es von der Bühne ging, doch solch ein Ergebnis hatte niemand erwartet. (zu den Berichten)

Auch das 35jährige Bestehen im Jahr 2012 feierte das Orchester mit einem Filmmusikkonzert, ausgerichtet diesmal von einem Projektorchester gemeinsam mit dem 1. Dürener Akkordeonorchester. Über 280 Zuschauer konnten sich in der Aula des Einhard Gymnasiums über unterhaltsame Musik auf höchstem Niveau freuen.

Neben den jährlichen Herbstkonzerten in der Kirche St. Katharina in Aachen Forster Linde und Auftritten in verschiedenen Seniorenresidenzen in der Stadt ist das Orchester seit 2011 auch regelmäßig bei der Nacht der offenen Kirchen zu hören.

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